Brigitte Bruckner-Mikl

Gabriele Baumgartner, Brigitte Bruckner, Wasser, Februar 2014

Die schneebedeckten Hänge der winterlichen Salzburger Alpenlandschaft, die ruhige Oberfläche des Wörthersees und des Zauchensees im Sommer bilden für Brigitte Bruckner die idealen Motive ihrer Landschaftsbilder. Das Thema Wasser fasziniert sie vor allem durch seine zahlreichen Farbnuancen und – brechungen, die sich je nach Aggregatszustand ergeben: Von Weiß bis in tiefes Blau gehend finden sich die Schattierungen des Schnees. Auch gelbe Farbflächen entstehen, wo die Sonne die Oberfläche glitzern lässt. Bis in ein dunkles Grün reicht schließlich das Farbspektrum, wenn die Wasseroberfläche des Wörthersees dargestellt wird.

 

Gerade bei diesen Arbeiten schafft die Künstlerin eine Leichtigkeit und Transparenz, wo viel Leinwand durch den dünnen Farbauftrag sichtbar wird, die nebeneinander gesetzten Farbflächen auf der weißen Leinwand besonders leuchten und nur einzelne kräftige Pinselstriche die Konturen definieren.

 

Lange Jahre zeichnete sich Brigitte Bruckner vor allem als Stilllebenmalerin aus. In ihrem Ouevre waren zwar immer wieder Landschaftsdarstellungen vertreten, jedoch in geringerem Ausmaß wie auch die Bildgattung „Portrait“. Nur wenige Freunde oder Familienmitglieder hat die Künstlerin im Laufe der Zeit portraitiert. Seit 2011 wendet sich die Künstlerin verstärkt der Landschaftsdarstellung zu, sodass diese zahlenmässig dem Stillleben ebenbürtig geworden ist. 

 

Bevor sie sich ganz der Malerei widmete, absolvierte die 1963 in Linz geborene Künstlerin Brigitte Bruckner das Studium der Restauration an der Akademie der Bildenden Künste.


Nach einem Studienaufenthalt in Berlin 1994, arbeitete sie 1985 und 1988 als Josef Mikls Assistentin an der Sommerakademie in Salzburg. Zwischen 1994 – 96 war die Künstlerin schließlich auch technische Mitarbeiterin ihres inzwischen angetrauten Ehemannes Josef Mikl bei seinem großen Staatsauftrag: Der Gestaltung des 404 m² großen Deckenbildes und der 22 Wandbilder des Großen Redoutensaals in der Wiener Hofburg.


Zahlreiche Portraits dokumentieren das häufige, intensive, gemeinsame Arbeiten. Bis zu seinem Tod 2008 stellte das Ehepaar oftmals gemeinsam aus. Dabei ergaben ihre konträren, malerischen Positionen neue Spannungen in der Kunst des jeweilig anderen.


Brigitte Bruckner arbeitet in ihrem Atelier in Wien und in Wörterberg im Burgenland. Die zahlreichen schneebedeckten Berglandschaften entstehen oftmals in ihrem temporären Studio in Altenmarkt am Zauchensee.